Füllstand der deutschen Gasspeicher heute, gegen Vorjahr und Fünfjahresschnitt
Am Gastag 24. September 2026 hielten die deutschen Gasspeicher 141 TWh (57,1 % gefüllt) und wurden noch befüllt: In den vergangenen sieben Tagen kamen im Schnitt 334 GWh pro Tag hinzu. Beim durchschnittlichen Nettoausspeichertempo der Winter 2016/17 bis 2025/26 vom 1. November bis zum 31. März, 851 GWh pro Tag, würde der Vorrat 166 Tage reichen. Selbst wenn jeder deutsche Speicher mit seiner gemeldeten Höchstrate ausspeichern würde, würde der Vorrat mindestens 20 Tage reichen. Der Füllstand liegt 19,4 Prozentpunkte unter dem Wert vom selben Tag im Vorjahr (76,4 %) und 27,7 Prozentpunkte unter dem Schnitt 2021 bis 2025 (84,8 %).
Das sind Reichweiten: wie lange das Gas im Speicher allein reichen würde. Pipelinegas aus Norwegen und über die Nachbarländer, LNG über die Terminals an Nord- und Ostsee und etwas heimische Förderung decken den größten Teil des deutschen Gasverbrauchs im Winter. Keine der beiden Zahlen ist also ein Countdown bis zum Ende der Versorgung.
Heute gegen denselben Tag im Vorjahr und den Schnitt der fünf Vorjahre
| Kennzahl | 24. September 2026 | Derselbe Tag 2025 | Schnitt der Vorjahre |
|---|---|---|---|
| Gas im Speicher | 141 TWh | 191 TWh | 212 TWh (2021 bis 2025) |
| Gefüllt | 57,1 % | 76,4 % | 84,8 % (2021 bis 2025) |
| Reichweite beim Tempo der Winter 2016/17 bis 2025/26 | 166 Tage | 224 Tage | 249 Tage (2021 bis 2025) |
| Untergrenze bei gemeldeter Höchstrate | 20 Tage | 27 Tage | 31 Tage (2021 bis 2025) |
Das Tempo der Winter 2016/17 bis 2025/26 ist die durchschnittliche Nettoausspeicherung dieser Winter vom 1. November bis zum 31. März, gelesen aus dem täglichen Speicherstand bei GIE AGSI+. Die Höchstrate ist die Summe dessen, was jede Anlage bei AGSI+ als tägliche technische Höchstleistung meldet; sie sinkt, wenn ein Speicher sich leert, daher ist diese Reichweite eine Untergrenze. Die Schnitte nehmen denselben Kalendertag in jedem der fünf Vorjahre, die gelesen werden konnten, nennen diese Jahre und brauchen mindestens drei davon. k. A. heißt: kein plausibler Wert, nie ein Ersatzwert.
Die Füllstände, die das Gesetz in diesem Winter vorschreibt
Die Gasspeicherfüllstandsverordnung vom 5. Mai 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 130) legt fest, welchen Füllstand jede Speicheranlage erreichen muss. Sie weicht nach § 35b Absatz 3 EnWG von den Stichtagen und Werten in § 35b Absatz 1 EnWG ab (1. Oktober 80 %, 1. November 90 %, 1. Februar 30 %):
| Stichtag | Jede Anlage | Ausnahmen |
|---|---|---|
| 1. November 2026 | 80 % | 45 % in Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen, wegen ihrer deutlich langsameren Ein- und Ausspeicherung und ihrer Lage |
| 1. Februar 2027 | 30 % | 40 % in Bierwang, Breitbrunn, Inzenham-West und Wolfersberg |
Für den 1. September und den 1. Oktober gilt keine Vorgabe. Die Verordnung tritt mit Ablauf des 31. März 2027 außer Kraft, ebenso die Speicherregeln des Energiewirtschaftsgesetzes (§ 35i EnWG). Die Vorgaben gelten für jede einzelne Anlage, nicht für die deutsche Summe; deshalb markiert die Anlagentabelle unten die genannten Speicher. Die Bundesnetzagentur bewertet die Lage nach eigenen Angaben mit besonderem Blick auf die 30 % zum 1. Februar 2027.
Geprüft am Verordnungstext und an §§ 35b und 35i EnWG am 24. September 2026.
Gasspeicherumlage: seit dem 1. Januar 2026 abgeschafft
Die Gasspeicherumlage, mit der Trading Hub Europe (THE) als Marktgebietsverantwortlicher seine Kosten für die Speicherbefüllung auf die Bilanzkreisverantwortlichen umlegte, gibt es seit dem 1. Januar 2026 nicht mehr. Das Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes sowie zur Änderung des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes vom 25. November 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 283, in Kraft seit dem 28. November 2025) regelt in § 35f EnWG die Erstattung der Kosten des Marktgebietsverantwortlichen ab dem 1. Januar 2026 durch Zahlungen des Bundes; § 35e EnWG begrenzt die Umlage auf die Zeit bis zum 31. Dezember 2025. Nach § 35g EnWG wird das Umlagekonto zum 31. Dezember 2025 ausgeglichen, und Gaslieferanten müssen die Entlastung ab dem 1. Januar 2026 an ihre Kunden weitergeben.
Die Bundesregierung schreibt: Die Kosten übernimmt der Bund. Für die Füllstandsvorgaben oben ändert das nichts: Sie gelten unabhängig davon, wer die Befüllung bezahlt.
Geprüft an §§ 35e bis 35g EnWG, am Bundesgesetzblatt und an der Seite der Bundesregierung am 25. September 2026.
Wie die Füllstandsvorgaben seit 2022 entstanden sind
- 26. April 2022: Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Einführung von Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen sowie zur Änderung von § 246 des Baugesetzbuchs (BGBl. I 2022 S. 674, in Kraft seit dem 30. April 2022). Führte gesetzliche Füllstandsvorgaben für deutsche Gasspeicher in einem neuen § 35b EnWG ein: 80 % am 1. Oktober, 90 % am 1. November und 40 % am 1. Februar, für jede Anlage. Die Regeln sollten am 1. April 2025 auslaufen.
- 27. Juli 2022: Verordnung zur Anpassung von Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen (Gasspeicherfüllstandsverordnung, GasSpFüllstV) (BAnz AT 28.07.2022 V1, in Kraft seit dem 29. Juli 2022). Hob die Vorgabe für den 1. Oktober auf 85 % und für den 1. November auf 95 % an und nahm 75 % am 1. September als ausreichend an, um im Plan zu bleiben. Der 1. Februar blieb beim gesetzlichen Wert.
- 5. Februar 2024: Gesetz zur Änderung der Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes zu Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen und zur Anpassung weiterer energiewirtschaftlicher Vorschriften (BGBl. 2024 I Nr. 32, in Kraft seit dem 9. Februar 2024). Senkte die Vorgabe für den 1. Februar ab dem 1. Februar 2025 von 40 % auf 30 % und verlängerte die Speicherregeln bis zum Ablauf des 31. März 2027.
- 5. Mai 2025: Verordnung zur Anpassung der Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen (Gasspeicherfüllstandsverordnung, GasSpFüllstV) (BGBl. 2025 I Nr. 130, in Kraft seit dem 6. Mai 2025). Ersetzte die gesetzlichen Stichtage für die nächsten beiden Winter: 80 % am 1. November, 45 % in Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen; 30 % am 1. Februar, 40 % in Bierwang, Breitbrunn, Inzenham-West und Wolfersberg. Eine Vorgabe für den 1. Oktober gibt es nicht. Sie tritt mit Ablauf des 31. März 2027 außer Kraft.
- 25. November 2025: Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes sowie zur Änderung des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (BGBl. 2025 I Nr. 283, in Kraft seit dem 28. November 2025). Ließ die Vorgaben unverändert und verlegte das Enddatum in einen neuen § 35i EnWG: Die Füllstandsregeln gelten bis zum Ablauf des 31. März 2027. Dasselbe Gesetz schaffte die Gasspeicherumlage zum 1. Januar 2026 ab (§§ 35e bis 35g EnWG).
Der Füllstand in jedem Jahr seit 2011
Jahresvergleich seit 2011: der Füllstand der deutschen Gasspeicher in jedem Speicherjahr seit 2011, mit dem Rekordhoch und dem Rekordtief für jeden Tag und den gesetzlichen Vorgaben (auf Englisch).
Die deutschen Speicheranlagen, die größten zuerst
GIE AGSI+ führt 64 deutsche Speicheranlagen und Pools; 46 melden einen Füllstand für den Gastag 24. September 2026. Einige sind virtuelle Pools, die Kapazität mehrerer Anlagen bündeln, so wie AGSI+ sie meldet. Zusammen hielten sie 141 TWh von 247 TWh.
| Anlage und Betreiber | Typ | Arbeitsgasvolumen | Im Speicher | Gefüllt | In der Verordnung genannt |
|---|---|---|---|---|---|
| UGS RehdenSEFE Storage (Germany) | ausgefördertes Feld | 35,7 TWh | 4,3 TWh | 12,1 % | 45 % am 1. Nov. |
| VGS Storage Hub (Bernburg, Bad Lauchstädt, Katharina)VNG Gasspeicher GmbH (6) | Pool | 28,8 TWh | 17,6 TWh | 61,2 % | umfasst Bad Lauchstädt (45 % am 1. Nov.) |
| UGS Epe Uniper H-GasUniper Energy Storage | Salzkaverne | 15,4 TWh | 12,2 TWh | 79,4 % | |
| UGS BreitbrunnUniper Energy Storage | ausgefördertes Feld | 11,4 TWh | 1,2 TWh | 10,4 % | 40 % am 1. Feb. |
| UGS Etzel ESE (Uniper Energy Storage)Uniper Energy Storage | Salzkaverne | 10,9 TWh | 6,8 TWh | 63,1 % | |
| UGS Etzel EKBEKB | Salzkaverne | 10,5 TWh | 7,8 TWh | 74,3 % | |
| UGS Etzel Erdgas Lager EGLUniper Energy Storage | Salzkaverne | 10,5 TWh | 9,3 TWh | 88,5 % | |
| UGS UelsenStorengy Deutschland | ausgefördertes Feld | 9,9 TWh | 5,6 TWh | 56,3 % | 45 % am 1. Nov. |
| UGS Jemgum H (SEFE Storage)SEFE Storage (Germany) | Salzkaverne | 9,4 TWh | 7,9 TWh | 83,1 % | |
| UGS BierwangUniper Energy Storage | ausgefördertes Feld | 9,4 TWh | 7,2 TWh | 75,9 % | 40 % am 1. Feb. |
| VSP NORD (Rehden, Jemgum)SEFE Storage (Germany) | ausgefördertes Feld | 8,9 TWh | 7,3 TWh | 81,9 % | umfasst Rehden (45 % am 1. Nov.) |
| UGS STASSFURT-RWEGSWESTRWE Gas Storage West | Salzkaverne | 6,4 TWh | 5,0 TWh | 78,1 % | |
| INNEXPOOL-RWEGSWRWE Gas Storage West | Salzkaverne | 6,1 TWh | 4,8 TWh | 78,4 % | |
| UGS Inzenham-WestNAFTA Speicher Inzenham | ausgefördertes Feld | 4,8 TWh | 0,5 TWh | 11,2 % | 40 % am 1. Feb. |
| UGS Etzel ESE (OMV)OMV Gas Storage Germany | Salzkaverne | 4,7 TWh | 2,5 TWh | 52,1 % |
Die übrigen 31 Anlagen
| Anlage und Betreiber | Typ | Arbeitsgasvolumen | Im Speicher | Gefüllt | In der Verordnung genannt |
|---|---|---|---|---|---|
| EWE H-Gas ZoneEWE Gasspeicher | Salzkaverne | 4,2 TWh | 2,3 TWh | 55,2 % | |
| UGS Wolfersbergbayernugs | ausgefördertes Feld | 4,1 TWh | 0,0 TWh | 0,4 % | 40 % am 1. Feb. |
| UGS PeckensenStorengy Deutschland | Salzkaverne | 3,9 TWh | 3,2 TWh | 82,3 % | |
| UGS Jemgum H (EWE)EWE Gasspeicher | Salzkaverne | 3,4 TWh | 1,5 TWh | 43,6 % | |
| UGS Ronnenberg-Empeldeenercity | Salzkaverne | 3,2 TWh | 3,1 TWh | 96,9 % | |
| UGS Enschede - Epe (Nuon)NUON Epe Gasspeicher | ausgefördertes Feld | 2,7 TWh | 2,4 TWh | 88,0 % | |
| UGS Epe-DE-RWEGSWEST (Epe-L prior to 1 April 2026)RWE Gas Storage West | Salzkaverne | 2,5 TWh | 2,2 TWh | 86,9 % | |
| UGS Nüttermoor H-3EWE Gasspeicher | Salzkaverne | 2,5 TWh | 2,1 TWh | 83,7 % | |
| UGS Nüttermoor H-2EWE Gasspeicher | Salzkaverne | 2,5 TWh | 0,4 TWh | 16,2 % | |
| VGS Zone MND ESG (UGS Stockstadt + UGS Haehnlein)MND Energy Storage Germany | Aquifer | 2,4 TWh | 0,8 TWh | 34,0 % | 45 % am 1. Nov. |
| UGS KraakEnergiespeicher Kraak | Salzkaverne | 2,3 TWh | 2,1 TWh | 91,0 % | |
| UGS Etzel EGL (Equinor Storage Deutschland)Equinor Storage Deutschland | Salzkaverne | 2,1 TWh | 1,7 TWh | 81,0 % | |
| UGS Epe TrianelTrianel Gasspeicher Epe | Salzkaverne | 2,1 TWh | 1,9 TWh | 91,8 % | |
| UGS Etzel EnBW (VGS)EnBW Etzel Speicher | Salzkaverne | 2,1 TWh | 1,5 TWh | 72,8 % | |
| UGS Nüttermoor H-5EWE Gasspeicher | Salzkaverne | 2,0 TWh | 0,6 TWh | 29,7 % | |
| UGS Epe (MET Epe Speicher)MET Epe Speicher | Salzkaverne | 2,0 TWh | 1,7 TWh | 84,2 % | |
| UGS Etzel EDF (VGS)EDF Gas Deutschland | Salzkaverne | 1,9 TWh | 1,6 TWh | 80,1 % | |
| UGS SchmidhausenStorengy Deutschland | ausgefördertes Feld | 1,8 TWh | 1,0 TWh | 58,2 % | |
| UGS Epe-NL-RWEGSWESTRWE Gas Storage West | Salzkaverne | 1,7 TWh | 1,6 TWh | 93,6 % | |
| UGS LesumStorengy Deutschland | Salzkaverne | 1,7 TWh | 1,1 TWh | 66,2 % | |
| UGS ReckrodMET Speicher | Salzkaverne | 1,6 TWh | 1,2 TWh | 73,4 % | |
| UGS Epe Uniper L-GasUniper Energy Storage | Salzkaverne | 1,6 TWh | 1,4 TWh | 85,8 % | |
| UGS Etzel ESE (MET)MET Speicher | Salzkaverne | 1,5 TWh | 0,3 TWh | 21,6 % | |
| UGS Enschede - Epe (Eneco)Eneco Gasspeicher | Salzkaverne | 1,4 TWh | 1,2 TWh | 86,6 % | |
| UGS EWE-Zone LEWE Gasspeicher | Salzkaverne | 1,4 TWh | 1,2 TWh | 82,4 % | |
| UGS HarsefeldStorengy Deutschland | Salzkaverne | 1,2 TWh | 0,8 TWh | 64,5 % | |
| UGS Etzel ESE (VGS)VNG Gasspeicher GmbH (6) | Salzkaverne | 1,2 TWh | 0,9 TWh | 70,8 % | |
| UGS Rüdersdorf HEWE Gasspeicher | Salzkaverne | 1,0 TWh | 0,9 TWh | 93,0 % | |
| UGS FrankenthalEnovos Storage | Aquifer | 1,0 TWh | 0,0 TWh | 0,0 % | 45 % am 1. Nov. |
| TEP Storage Hub (Allmenhausen, Kirchheiligen)TEP | ausgefördertes Feld | 0,9 TWh | 0,5 TWh | 52,1 % | |
| UGS Kiel-RönneSWKiel Speicher | Salzkaverne | 0,5 TWh | 0,1 TWh | 22,6 % |
Anlagen unter 30 % sind gelb markiert. Quelle: GIE AGSI+, Anlagenebene.
Häufige Fragen zu den deutschen Gasspeichern
Wie voll sind die Gasspeicher in Deutschland?
Am Gastag 24. September 2026 waren die deutschen Gasspeicher zu 57,1 % gefüllt (141,2 TWh). Zum Vergleich: vor einem Jahr waren es 76,4 %, im Fünfjahresdurchschnitt für diesen Tag 84,8 %. Die Speicher in der EU insgesamt waren zu 70,5 % gefüllt. Quelle: GIE AGSI+.
Wie lange reicht das Gas in den deutschen Speichern?
Am Gastag 24. September 2026 hielten die deutschen Gasspeicher 141 TWh (57,1 % gefüllt) und wurden noch befüllt: In den vergangenen sieben Tagen kamen im Schnitt 334 GWh pro Tag hinzu. Beim durchschnittlichen Nettoausspeichertempo der Winter 2016/17 bis 2025/26 vom 1. November bis zum 31. März, 851 GWh pro Tag, würde der Vorrat 166 Tage reichen. Selbst wenn jeder deutsche Speicher mit seiner gemeldeten Höchstrate ausspeichern würde, würde der Vorrat mindestens 20 Tage reichen. Der Füllstand liegt 19,4 Prozentpunkte unter dem Wert vom selben Tag im Vorjahr (76,4 %) und 27,7 Prozentpunkte unter dem Schnitt 2021 bis 2025 (84,8 %). Das sind Reichweiten: wie lange das Gas im Speicher allein reichen würde. Pipelinegas aus Norwegen und über die Nachbarländer, LNG über die Terminals an Nord- und Ostsee und etwas heimische Förderung decken den größten Teil des deutschen Gasverbrauchs im Winter. Keine der beiden Zahlen ist also ein Countdown bis zum Ende der Versorgung.
Welche Füllstände schreibt das Gesetz in diesem Winter vor?
Nach der Gasspeicherfüllstandsverordnung vom 5. Mai 2025 muss jede Speicheranlage am 1. November zu mindestens 80 % gefüllt sein, außer sechs langsameren Anlagen (Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen), für die 45 % gelten. Am 1. Februar muss jede Anlage mindestens 30 % halten, die Anlagen Bierwang, Breitbrunn, Inzenham-West und Wolfersberg mindestens 40 %. Die Verordnung weicht von den Werten in § 35b Absatz 1 EnWG ab (1. Oktober 80 %, 1. November 90 %, 1. Februar 30 %) und tritt mit Ablauf des 31. März 2027 außer Kraft. Die Vorgaben gelten für jede Anlage, nicht für die deutsche Summe. Geprüft am Verordnungstext am 24. September 2026.
Gibt es die Gasspeicherumlage noch?
Nein. Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 abgeschafft. Seitdem erstattet der Bund dem Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe (THE) seine Kosten nach § 35f EnWG, eingeführt mit dem Gesetz vom 25. November 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 283), das die Umlage nach § 35e EnWG auf die Zeit bis zum 31. Dezember 2025 begrenzt. Gaslieferanten müssen die Entlastung an ihre Kunden weitergeben.
Wie voll ist Rehden, der größte deutsche Gasspeicher?
Am Gastag 24. September 2026 hielt der UGS Rehden 4,3 TWh seines Arbeitsgasvolumens von 35,7 TWh, 12,1 % gefüllt. Er gehört zu den sechs Anlagen, die nach der Verordnung am 1. November nur 45 % statt 80 % erreichen müssen, wegen ihrer langsamen Ein- und Ausspeicherung und ihrer Lage.
Geht Deutschland das Gas aus?
Deutschland lebt nicht vom Speicher allein, ein niedriger Speicherstand ist also nicht dasselbe wie ein Versorgungsengpass. Am Gastag 24. September 2026 hielten die Speicher 141 TWh; selbst bei täglicher Ausspeicherung mit der gemeldeten Höchstrate würde das mindestens 20 Tage reichen. Im Winter kommen weiter Pipelinegas aus Norwegen und über die Nachbarländer sowie LNG an, und der Speicher deckt den Rest und die Kältewellen. Entscheidend ist, wie tief der Speicher bis Februar und März fällt.
Frei nutzbar mit Quellenangabe
Journalistinnen, Analysten und Forschende dürfen jede Zahl dieser Seite mit Nennung von Voltstack und einem Link auf diese Seite übernehmen. GIE AGSI+ ist nach seinen Nutzungsbedingungen als Quelle der Speicherdaten zu nennen. Vorschlag mit den heutigen Zahlen:
Am Gastag 24. September 2026 hielten die deutschen Gasspeicher 141 TWh (57,1 % gefüllt) und wurden noch befüllt: In den vergangenen sieben Tagen kamen im Schnitt 334 GWh pro Tag hinzu. Beim durchschnittlichen Nettoausspeichertempo der Winter 2016/17 bis 2025/26 vom 1. November bis zum 31. März, 851 GWh pro Tag, würde der Vorrat 166 Tage reichen. Selbst wenn jeder deutsche Speicher mit seiner gemeldeten Höchstrate ausspeichern würde, würde der Vorrat mindestens 20 Tage reichen. Der Füllstand liegt 19,4 Prozentpunkte unter dem Wert vom selben Tag im Vorjahr (76,4 %) und 27,7 Prozentpunkte unter dem Schnitt 2021 bis 2025 (84,8 %). Quelle: Voltstack, Gasspeicher-Füllstand (https://voltstack.energy/de/gasspeicher-fuellstand), nach GIE AGSI+.
Wie die Tage berechnet werden
- Tempo der Vorwoche. Gas in den deutschen Speichern am Ende des Gastags, geteilt durch die durchschnittliche tägliche Nettoausspeicherung der vergangenen sieben Gastage. Nur solange die Speicher entleert werden.
- Tempo der Winter 2016/17 bis 2025/26. Die durchschnittliche Nettoausspeicherung der Winter 2016/17 bis 2025/26 in Deutschland über den Teil der Ausspeichersaison, der von diesem Kalendertag aus noch vor uns liegt. Heute sind das 851 GWh pro Tag.
- Untergrenze. Die bei AGSI+ gemeldete technische Höchstrate aller deutschen Anlagen. Speicher können diese Rate nicht halten, während sie sich leeren; bei voller Ausspeicherleistung würde der Vorrat also tatsächlich länger reichen.
- Vergleiche und Prüfung. Derselbe Kalendertag in jedem der fünf Vorjahre. Jeder AGSI+-Wert durchläuft die Plausibilitätsprüfung des Speicher-Trackers; ein Wert, der sie nicht besteht, fällt weg und erscheint als k. A., nie durch eine ältere Zahl ersetzt.
GIE AGSI+ veröffentlicht jeden Gastag um 19:30 MEZ am Folgetag. Diese Seite wird alle sechs Stunden aktualisiert. Es werden keine Preise verwendet oder gezeigt. Diese Seite gibt es auch auf Englisch.
Reichweiten sind eine rechnerische Sicht auf den Speicher, keine Prognose der Versorgung und keine Warnung vor einem Engpass. Erstellt von Voltstack, nur zur Information; keine Anlageberatung. Speicherdaten: GIE AGSI+. Korrekturen an research@voltstack.energy.